06.11.2018

Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma & Buchtipp

Ganz ohne Zweifel, das ist eines der leckersten (Fleisch-)Gerichte, die ich in letzter Zeit gekocht habe. Hackbällchen mit Knollensellerie hören sich vielleicht unspektakulär an, aber Kurkuma, Fenchelsamen, Piment und geräuchtertes Paprikapulver machen daraus ein besonderes und aromatisches Geschmackserlebnis.

Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma
Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma

Wenn es um Gewürze geht, dann ist auf Yotam Ottolenghi Verlass und aus seinem neuesten Buch stammt auch dieses Rezept. "Simple" heißt es, was ein ziemlicher Kontrast zu seinen sonstigen Rezepten ist. Die zeichnen sich nämlich gerade durch die langen Zutatenlisten aus, bei denen man auf den ersten Blick denkt: Muss das wirklich alles da rein? Und dann beim ersten Bissen weiß: Ja, es muss. Jetzt wird radikal vereinfacht, sei es durch Reduzierung von Zutaten, Zubereitungszeit oder Einkaufsaufwand. Dabei geht natürlich genau das verloren, was zu Ottolenghis Markenzeichen geworden ist. Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Durchblättern etwas enttäuscht war: Die Fotos machen zwar Lust aufs Nachkochen, die Rezepte klingen allesamt lecker, aber große Überraschungen bleiben aus. Auf den zweiten Blick hat es mich doch überzeugt - allein schon, weil zu den zehn gelisteten unverzichtbaren Zutaten Sumach, Harissa und Tahin gehören! Und auf große Überraschungen kann ich verzichten, wenn dafür viele kleine zu entdecken sind. Da wären zum Beispiel das Omelette mit Harissa und Manchego, ein Pfirsich-Himbeer-Salat mit Fünf-Gewürze-Pulver, iranische Kräuterpuffer, heiße geröstete Tomaten auf kaltem Joghurt oder auch dieses Rezept: Einfach, aber alles andere als langweilig. Eine schöne Ergänzung zu den Kochbüchern, die an faulen Tagen etwas mehr Einsatz erforden. "Simple" wurde mir vom DK Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma

Zutaten für zwei Portionen

Für die Hackbällchen:
200 g Rinderhackfleisch
1 kleine Zwiebel
1 kleiner Bund Petersilie
1 Ei
60 g Semmelbrösel
1/2 TL Piment
Pfeffer, Salz
Olivenöl

Außerdem:
1/2 Knollensellerie
2 Knoblauchzehen
1 TL Kurkuma
1 TL Fenchelsamen
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
250 ml Hühnerbrühe
1/2 Zitrone
Pfeffer

Zubereitung

Für die Hackbällchen die Zwiebel in feine Würfel schneiden und die Petersilie hacken. Den Piment mörsern, falls man keinen gemahlenen verwendet. Alles zusammen mit dem Hackfleisch, dem Ei und den Semmelbröseln in eine Schüssel geben. Pfeffern und salzen. Sorgfältig vermengen und dann zehn kleine Bällchen aus der Masse formen. Einen großzügigen Schuss Olivenöl in eine Pfanne geben und erhitzen. Die Hackbällchen darin anbraten, bis sie von allen Seiten gut gebräunt sind. Anschließend aus der Pfanne holen und zunächst beiseite legen.

Die Knollensellerie in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und etwas andrücken. Ggf. etwas zusätzliches Olivenöl in die Pfanne geben und beides darin anbraten, bis Sellerie und Knoblauch leicht gebräunt sind. Die Hitze reduzieren und Kurkuma, Fenchelsamen sowie Paprikapulver dazugeben. Kurz mitbraten und dann die Hackbällchen zurück in die Pfanne geben. Mit der Hühnerbrühe aufgießen. Den Saft von der Zitrone dazugeben und mit Pfeffer würzen. Alles kurz aufkochen, dann bei mittlerer Temperatur und mit geschlossenem Deckel für etwa 20 Minuten lang köcheln lassen. Zum Schluss den Deckel abnehmen und die Sauce noch etwas einkochen lassen. Nach Geschmack zum Servieren mit noch mehr Petersilie bestreuen.

Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma

Vor einem Jahr: Helles Weizenbrot mit Sauerteig
Vor zwei Jahren: Knuspermüsli mit Macadamias, Blaubeeren und Orange
Vor drei Jahren: Rote-Bete-Creme mit Granatapfel und Walnüssen
Vor vier Jahren: Honigkuchen mit Haselnüssen, Schokolade und Ingwer
Vor fünf Jahren: Kürbissuppe aus Hokkaidokürbis
Vor sechs Jahren: Cinnamon Loaf
Vor sieben Jahren: Kürbislasagne mit Harissa
Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma

22.10.2018

Quittenkompott mit Vanille & Quittencreme mit Honig

Die Quittensaison ist für meinen Geschmack viel zu kurz. Deshalb verlängere ich sie, indem ich die Früchte einkoche. Und zwar nicht nur klassisch als Gelee, sondern zum Beispiel auch als Kompott oder zarte Creme. Durch das lange Kochen entwickelt das Quittenkompott seine herrlich rote Farbe, ein besonders intensives Aroma und eine sirupartige Konsistenz. Perfekt, um es mit Joghurt oder Pancakes zu essen. Auch für die Quittencreme braucht man Geduld, aber das Ergebnis lohnt sich! Sie schmeckt besonders gut als Brotaufstrich, auf Scones oder zu ein paar frischen Waffeln.

Quittenkompott mit Vanille & Quittencreme mit Honig

Zutaten für das Kompott

1 kg Quitten
300 ml Wasser
200 g Zucker
1 Vanilleschote
1 Bio-Zitrone

Zubereitung

Die Quitten schälen und entkernen. In dünne Spalten schneiden und in einen Topf geben. Den Saft der Zitrone auspressen und die Schale abreiben. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden. Alles zusammen mit dem Zucker zu den Quitten in den Topf geben. Nun das Wasser dazugießen und kurz aufkochen lassen. Die Temperatur danach reduzieren und vorsichtig umrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Danach mit geschlossenem Deckel für zwei Stunden bei schwacher Hitze köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder vorsichtig umrühren.

Das Quittenkompott noch heiß in ausgekochte Einmachgläser füllen und sofort die Deckel zudrehen. Die Menge reicht für etwa drei Einmachgläser à 350 ml.

Quittenkompott mit Vanille & Quittencreme mit Honig
Quittenkompott mit Vanille & Quittencreme mit Honig

Zutaten für die Quittencreme

1 kg Quitten
250 ml Wasser
100 g Honig

Zubereitung

Die Quitten entkernen und samt Schale in Würfel schneiden. Mit Wasser und Honig in einen Topf geben und aufkochen. Die Temperatur reduzieren und umrühren, bis der Honig sich aufgelöst hat. Mit geschlossenem Deckel für 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend vom Herd nehmen und sehr gründlich mit dem Pürierstab oder in einem Blender pürieren.

Das Quittenmus zurück in den Topf geben und mit geöffnetem Deckel bei schwacher Hitze für zwei Stunden einkochen. Es sollte besser nicht anfangen zu köcheln, weil es sonst aus dem Topf spritzt. Regelmäßig umrühren und mit einem Löffel am Topfboden entlangfahren, damit nichts festbrennt. Nach etwa zwei Stunden sollte die Masse rosa und sehr cremig sein.

Die Quittencreme noch heiß in ausgekochte Einmachgläser füllen und sofort die Deckel zudrehen. Die Menge reicht für etwa drei Einmachgläser à 150 ml.

Quittenkompott mit Vanille & Quittencreme mit Honig
Quittenkompott mit Vanille & Quittencreme mit Honig

Vor einem Jahr: Knuspermüsli mit Kürbis, Kürbiskernen und Zimt
Vor zwei Jahren: Butter-Brioches mit Kürbis und Kürbiskernen
Vor drei Jahren: Kürbis-Mascarpone-Ravioli mit Salbeibutter
Vor vier Jahren: Vanilleextrakt
Vor fünf Jahren: Chicken Pie
Vor sechs Jahren: Scones mit Orangenbutter
Vor sieben Jahren: Guinness Beef Stew
Quittenkompott mit Vanille & Quittencreme mit Honig
Quittenkompott mit Vanille & Quittencreme mit Honig
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