18.02.2019

Auflauf aus Süßkartoffelpüree und Schwarzkohl & Buchtipp

So simpel wie lecker: Gebackenes Süßkartoffelpüree und Schwarzkohl, gewürzt mit Paprika, Kreuzkümmel und Koriandersamen. Der Auflauf ist die perfekte Beilage zu beinahe allem, von Fleisch über Fisch bis zu Gemüse. Genauso eignet er sich aber als Hauptgericht - einfach einen großen Löffel nehmen und genießen.




Nigel Slater ist ein Spezialist für solche Wohlfühlgerichte und von ihm stammt - in abgewandelter Form - auch dieses Rezept. In seinem "Wintertagebuch" finden sich lauter Gerichte für die kalte Jahreszeit. Der englische Originaltitel bringt es noch besser auf den Punkt: "The Christmas Chronicles - Notes, Stories and Recipes for Midwinter". Nigel verbindet mit dieser Zeit besondere Erinnerungen, Gefühle und Geschmäcker, weshalb er ihr gleich ein ganzes Buch widmet. Wenn es nach mir ginge, würde ich eine reine Winterversion der weihnachtlichen vorziehen, aber letztendlich kann ich mit der Mischung, die er zusammengestellt hat, sehr gut leben. Überhaupt unterscheiden sich britische Weihnachten geschmacklich so sehr von unseren, dass viele der Gerichte für mich ohnehin eher in die Kategorie "Winterküche" fallen. Wie man es schon von seinen anderen Büchern kennt, folgt das Wintertagebuch angenehm unaufgeregt seinem Alltagsleben und dem Lauf der Zeit, immer mit einem besonderen Augenmerk auf das Essen und den Genuss. So widmet sich etwa ein Tagebucheintrag zunächst Märchenaufführungen für Kinder, um dann mit einem absolut köstlich klingenden Rezept für gebackene Auberginen mit sahnigen Linsen und Basilikum zu enden. Dem Baumschmücken folgt ein zarter Lammbraten mit cremigen weißen Bohnen und Spinat. Und an trägen Winternachmittagen kann man erst in den Ausführungen zum Marmeladekochen versinken, um dann selbst eine aus rosa Grapefruits anzusetzen. Diese Art von Kochbüchern muss man natürlich mögen, aber dann ist "Das Wintertagebuch" eine schöne Ergänzung im Slater-Fach des Kochbuchregals. Es wurde mir vom Dumont Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.



Zutaten

1 kg Süßkartoffeln
200 g Schwarzkohl
50 g Butter
1/2 TL Paprikapulver
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL Koriandersamen
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Süßkartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Mit wenig Wasser in einen Topf geben. Kurz erhitzen, bis das Wasser köchelt und dann bei mittlerer Hitze für etwa 20 Minuten garen. In der Zwischenzeit den Schwarzkohl vorbereiten. Dafür dickere Stiele entfernen und den Rest in Streifen schneiden. Einen Topf mit gesalzenem Wasser aufsetzen und die Streifen darin für etwa zwei Minuten köcheln lassen. Abgießen und gut abtropfen lassen.

Die Kreuzkümmel- und die Koriandersamen ohne Fett in einer Pfanne anrösten, bis sie anfangen intensiv zu duften. Mit einem Mörser zerstoßen und mit dem Paprikapulver vermischen.

Den Ofen in der Grillfunktion auf 250°C vorheizen. Wenn die Süßkartoffeln weich sind, das übrige Wasser abgießen und dafür Butter, die Gewürzmischung, Salz und Pfeffer dazugeben. Pürieren, bis die Konsistenz cremig ist. Den Schwarzkohl unterrühren und die Masse in eine Auflaufform füllen. Auf der oberen Schiene für 10 bis 15 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind. Zum Servieren nach Geschmack noch ein paar Stückchen Butter auf dem Püree schmelzen lassen.



Vor einem Jahr: Geschmortes Rindfleisch mit Möhren, Knollensellerie und Zwiebeln
Vor zwei Jahren: Polenta mit gerösteten Weintrauben und Tomaten, Parmesan und Parmaschinken
Vor drei Jahren: Süßkartoffelpüree mit gebräunter Butter, Ahornsirup und Pekannüssen
Vor vier Jahren: Dulce de leche aus dem Ofen
Vor fünf Jahren: Blaubeer-Zitronen-Muffins mit Zimtstreuseln
Vor sechs Jahren: Buttermilch-Waffeln mit Honig und Sesam
Vor sieben Jahren: Hirsepfanne mit Spinat, Datteln und Feta

06.02.2019

Eintopf mit Miso, Chinakohl und würzigem Hackfleisch

Hierzulande gehören Eintöpfe zu den weniger bekannten Gerichten der japanischen Küche - ganz zu Unrecht wie ich finde. Denn auch in dieser Kategorie gibt es viel Leckeres zu entdecken, das mich zu diesem Rezept mit einer kräftigen Brühe auf Miso-Basis, viel Chinakohl und einem Topping aus würzigem Hackfleisch inspiriert hat. Die Kombination ist zwar nicht ganz traditionell, aber kann ich versichern: Sie schmeckt wirklich köstlich.




Zutaten für zwei Portionen

Für die Brühe:
1 kleiner Chinakohl
ca. 400 ml Wasser
3 EL Misopaste
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 EL geriebener Ingwer
1 EL Sake
1 EL Tahin
1 EL Sesamöl
1/4 TL Cayennepfeffer

Für das Hackfleisch:
200 g Schweinehackfleisch
2 EL Sojasauce
1 EL geriebener Ingwer
1 Knoblauchzehe
ca. 1 TL Cayennepfeffer
Sesamöl

Außerdem:
200 g Mais aus dem Glas
2 Frühlingszwiebeln

Zubereitung

Zunächst die Brühe vorbereiten. Dafür die Zutaten bis auf den Chinakohl und das Wasser zu einer Paste pürieren. Die Paste in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze ein paar Minuten andünsten. Danach das Wasser dazugießen und rühren, bis die Paste sich komplett aufgelöst hat.

Den Chinakohl der Länge nach Vierteln, sodass die Viertel jeweils noch am Strunk zusammenhalten. Dann - je nach Größe des Chinakohls - die Viertel quer in zwei oder drei Teile schneiden. Dicht an dicht aufrecht in einen nicht zu großen Topf schichten, sodass möglichst wenige Zwischenräume frei bleiben. Die Misosuppe dazugießen, kurz aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel für etwa zehn Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit das Hackfleisch mit der Sojasauce, dem Ingwer, einer gepressten Knoblauchzehe und dem Cayennepfeffer vermischen. Etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und das Hackfleisch darin scharf anbraten, bis es krümelig wird. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und den Mais abgießen. Zum Servieren Hackfleisch, Frühlingszwiebeln und Mais auf dem Eintopf verteilen.



Vor einem Jahr: Sauerteigbrot mit Walnüssen und Traubensaft
Vor zwei Jahren: Knusprige Schwarzwurzeln in Zitronen-Dill-Panade
Vor drei Jahren: Japanischer Matcha-Kuchen mit weißer Schokolade
Vor vier Jahren: Dutch Baby Pancake
Vor fünf Jahren: Möhrensuppe mit Quinoa
Vor sechs Jahren: Tarte au citron
Vor sieben Jahren: Maisrisotto mit Sour Cream
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