18.11.2018

Gestürzter karamellisierter Apfelkuchen mit Zimt und Muskat

Das ist kein gewöhnlicher Apfelkuchen: In diesem Kuchen stecken ganze zwei Kilo Äpfel! Ein Teil davon wird mit Zucker und Zimt in die Form geschichtet und karamellisiert beim Backen. Der Rest wandert in den Teig, der dadurch schön saftig wird und noch richtig nach Apfel schmeckt. Ich mische bei diesem Rezept gerne verschiedene säuerliche Apfelsorten.

Gestürzter karamellisierter Apfelkuchen mit Zimt und Muskat
Gestürzter karamellisierter Apfelkuchen mit Zimt und Muskat

Zutaten

Für den Teig:
1,5 kg Äpfel (z. B. Cox, Topaz, Boskoop)
150 g Vollkornmehl
100 g Mehl
125 g Butter
100 g Zucker
4 Eier
1 Bio-Zitrone (Schale)
3 TL Zimt
1 TL Muskat
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz

Für die Apfelschicht:
500 g Äpfel
1 Bio-Zitrone (Saft)
50 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 TL Zimt

Zubereitung

Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen und danach Form und Backpapier gründlich einfetten. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Zitronenschale abreiben und zunächst beiseite stellen. Als nächstes wird die Apfelschicht vorbereitet. Dafür 500 Gramm der Äpfel entkernen und in sehr feine Scheiben hobeln. In eine Schüssel geben. Den Saft der Zitrone auspressen und unter die Äpfel mischen. Zucker, Vanillezucker und Zimt vermischen. Die vorbereitete Backform mit etwa 2 Esslöffeln der Zuckermischung bestreuen. Dann die gehobelten Äpfel überlappend hineinlegen, bis keine Lücken mehr zu sehen sind. Erneut mit etwas Zucker bestreuen und eine weitere Lage Äpfel darauf verteilen. Wiederholen, bis Zucker und Äpfel aufgebraucht sind.

Für den Teig die Butter schmelzen. Eier und Zucker mit dem Mixer cremig schlagen, bis der Zucker sich darin komplett aufgelöst hat. Weitermixen und langsam die Butter dazugießen. Vollkornmehl, Mehl, Zitronenschale, Zimt, Muskat, Backpulver und Salz dazugeben. Kurz verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Tipp: Am besten schon von Anfang an die größte Rührschüssel benutzen! Wenn die Äpfel dazukommen, hat man sonst ein Platzproblem.

Die restlichen 1,5 kg Äpfel entkernen, schälen und in ca. 1x1 cm große Würfel schneiden. Zum Teig geben und so gut es geht vermengen. Am besten geht das mit einem Teigschaber oder den Händen. Falls an dieser Stelle Zweifel kommen, ob das Verhältnis von Teig zu Apfel wirklich stimmt: Ja, das tut es.

Den Teig nach und nach in die Form füllen und jeweils glatt streichen. Zum Schluss noch einmal vorsichtig von oben festdrücken. Die Form zum Backen auf ein Blech stellen, für den Fall dass Flüssigkeit ausläuft. Den Kuchen für 60 bis 70 Minuten backen. (Stäbchenprobe machen!) Den Kuchen nach dem Backen für fünf Minuten in der Form stehen lassen, damit er nicht ganz so heiß und empfindlich ist. Anschließend stürzen und sofort das Backpapier abziehen.

Gestürzter karamellisierter Apfelkuchen mit Zimt und Muskat

Vor einem Jahr: Birnen-Galette mit Ingwer und Orangensirup
Vor zwei Jahren: Mandeltarte mit Birnen und Schokolade
Vor drei Jahren: Dunkle Schokoladentorte mit Schoko-Orangen-Mousse
Vor vier Jahren: Pithiviers mit Pilzen und Thymian
Vor fünf Jahren: Kartoffelbrot mit Vollkornmehl und Muskat
Vor sechs Jahren: Granatapfelessig
Vor sieben Jahren: Mandelkuchen mit Himbeeren und Limettensirup
Gestürzter karamellisierter Apfelkuchen mit Zimt und Muskat
Gestürzter karamellisierter Apfelkuchen mit Zimt und Muskat

06.11.2018

Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma & Buchtipp

Ganz ohne Zweifel, das ist eines der leckersten (Fleisch-)Gerichte, die ich in letzter Zeit gekocht habe. Hackbällchen mit Knollensellerie hören sich vielleicht unspektakulär an, aber Kurkuma, Fenchelsamen, Piment und geräuchtertes Paprikapulver machen daraus ein besonderes und aromatisches Geschmackserlebnis.

Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma
Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma

Wenn es um Gewürze geht, dann ist auf Yotam Ottolenghi Verlass und aus seinem neuesten Buch stammt auch dieses Rezept. "Simple" heißt es, was ein ziemlicher Kontrast zu seinen sonstigen Rezepten ist. Die zeichnen sich nämlich gerade durch die langen Zutatenlisten aus, bei denen man auf den ersten Blick denkt: Muss das wirklich alles da rein? Und dann beim ersten Bissen weiß: Ja, es muss. Jetzt wird radikal vereinfacht, sei es durch Reduzierung von Zutaten, Zubereitungszeit oder Einkaufsaufwand. Dabei geht natürlich genau das verloren, was zu Ottolenghis Markenzeichen geworden ist. Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Durchblättern etwas enttäuscht war: Die Fotos machen zwar Lust aufs Nachkochen, die Rezepte klingen allesamt lecker, aber große Überraschungen bleiben aus. Auf den zweiten Blick hat es mich doch überzeugt - allein schon, weil zu den zehn gelisteten unverzichtbaren Zutaten Sumach, Harissa und Tahin gehören! Und auf große Überraschungen kann ich verzichten, wenn dafür viele kleine zu entdecken sind. Da wären zum Beispiel das Omelette mit Harissa und Manchego, ein Pfirsich-Himbeer-Salat mit Fünf-Gewürze-Pulver, iranische Kräuterpuffer, heiße geröstete Tomaten auf kaltem Joghurt oder auch dieses Rezept: Einfach, aber alles andere als langweilig. Eine schöne Ergänzung zu den Kochbüchern, die an faulen Tagen etwas mehr Einsatz erforden. "Simple" wurde mir vom DK Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma

Zutaten für zwei Portionen

Für die Hackbällchen:
200 g Rinderhackfleisch
1 kleine Zwiebel
1 kleiner Bund Petersilie
1 Ei
60 g Semmelbrösel
1/2 TL Piment
Pfeffer, Salz
Olivenöl

Außerdem:
1/2 Knollensellerie
2 Knoblauchzehen
1 TL Kurkuma
1 TL Fenchelsamen
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
250 ml Hühnerbrühe
1/2 Zitrone
Pfeffer

Zubereitung

Für die Hackbällchen die Zwiebel in feine Würfel schneiden und die Petersilie hacken. Den Piment mörsern, falls man keinen gemahlenen verwendet. Alles zusammen mit dem Hackfleisch, dem Ei und den Semmelbröseln in eine Schüssel geben. Pfeffern und salzen. Sorgfältig vermengen und dann zehn kleine Bällchen aus der Masse formen. Einen großzügigen Schuss Olivenöl in eine Pfanne geben und erhitzen. Die Hackbällchen darin anbraten, bis sie von allen Seiten gut gebräunt sind. Anschließend aus der Pfanne holen und zunächst beiseite legen.

Die Knollensellerie in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und etwas andrücken. Ggf. etwas zusätzliches Olivenöl in die Pfanne geben und beides darin anbraten, bis Sellerie und Knoblauch leicht gebräunt sind. Die Hitze reduzieren und Kurkuma, Fenchelsamen sowie Paprikapulver dazugeben. Kurz mitbraten und dann die Hackbällchen zurück in die Pfanne geben. Mit der Hühnerbrühe aufgießen. Den Saft von der Zitrone dazugeben und mit Pfeffer würzen. Alles kurz aufkochen, dann bei mittlerer Temperatur und mit geschlossenem Deckel für etwa 20 Minuten lang köcheln lassen. Zum Schluss den Deckel abnehmen und die Sauce noch etwas einkochen lassen. Nach Geschmack zum Servieren mit noch mehr Petersilie bestreuen.

Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma

Vor einem Jahr: Helles Weizenbrot mit Sauerteig
Vor zwei Jahren: Knuspermüsli mit Macadamias, Blaubeeren und Orange
Vor drei Jahren: Rote-Bete-Creme mit Granatapfel und Walnüssen
Vor vier Jahren: Honigkuchen mit Haselnüssen, Schokolade und Ingwer
Vor fünf Jahren: Kürbissuppe aus Hokkaidokürbis
Vor sechs Jahren: Cinnamon Loaf
Vor sieben Jahren: Kürbislasagne mit Harissa
Hackbällchen aus Rindfleisch mit Knollensellerie und Kurkuma
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