15.09.2016

Reissalat mit Hähnchenbrust, Sellerie, Kräutern und Haselnüssen & Buchtipp

Salate sind für mich nicht nur eine Beilage, sie dürfen auch gerne als Hauptgericht im Mittelpunkt stehen. Bei diesem Reissalat ist sogar kaum etwas anderes möglich, denn mit zweierlei Reis, Hähnchen und Haselnüssen ist er nicht nur lecker, sondern auch sehr sättigend. Für einen frischen Geschmack sorgen Staudensellerie, Frühlingszwiebel und das Dressing mit Joghurt und Zitrone.

Reissalat mit Hähnchenbrust, Sellerie, Kräutern und Haselnüssen
Reissalat mit Hähnchenbrust, Sellerie, Kräutern und Haselnüssen

Wer den Wochenmarkt aus dem ZEIT Magazin kennt, weiß, welche Schätze sich unter den wöchentlich erscheinenden Rezepten verbergen. Sie werden von Elisabeth Raether kreiert, die mit ihnen die Lust und den Spaß am Kochen wecken möchte - zwei Dinge, die angesichts der zunehmend ergeizigen Küche aus Kochzeitschriften, Kochsendungen und anderen Formaten etwas in den Hintergrund geraten sind. Dafür hat sich sich einen Grundsatz von Paul Bocuse zu Herzen genommen: Jeder kann in seiner eigenen Küche machen, was er möchte. Und deshalb gibt es bei den Wochenmarktrezepten auch keine strengen Regeln und Zubereitungsanweisungen, sondern eher eine entspannte Kochbegleitung. Die Gerichte sind sehr alltagstauglich, die Zutatenlisten oft kurz und das Ergebnis dafür mehr als zufriedenstellend. Zumindest meinen Geschmack trifft das Buch mit Köstlichkeiten wie gebackenem Chicorée mit Parmaschinken, Erdbeeren mit Haselnussbaiser, Rotweinrisotto mit Radicchio oder einer Kichererbsensuppe mit Parmesan ziemlich genau. Und natürlich diesem Reissalat. Die Rezepte gibt es zwar alle online, aber als Buch bringt "Wochenmarkt" gleich zwei Vorteile mit: Herrliche Fotos und man kann viel besser darin stöbern. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Berlin Verlag zur Verfügung gestellt.

Reissalat mit Hähnchenbrust, Sellerie, Kräutern und Haselnüssen

Zutaten

Für den Salat:
100 g Vollkornreis (z. B. roter Reis)
100 g Basmatireis
2-3 Stangen Sellerie
1 Bund Frühlingszwiebeln
2 Hähnchenbrustfilets
2 Lorbeerblätter
4 Pimentkörner
100 g Haselnüsse
Salz

Für das Dressing:
150 g Joghurt
1/2 Zitrone
1 EL Olivenöl
1 Hand voll frische Petersilie
1 Hand voll frische Dill
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Den Reis jeweils nach Packungsanweisung mit wenig Salz zubereiten und etwas abkühlen lassen, sobald er gar ist.

Das Hähnchenbrustfilet mit den Lorbeerblättern und dem Piment in einen Topf geben. So viel Wasser dazugeben, dass das Fleisch gerade bedeckt ist. Nur kurz aufkochen lassen und die Hitze danach sofort reduzieren. Die Hähnchenbrustfilets wenden und für etwa 15 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen. Anschließend aus dem Wasser holen und ebenfalls etwas abkühlen lassen. Mit zwei Gabeln in Stücke rupfen.

Die Selleriestangen in feine Scheiben und die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Mit dem Reis und dem Hähnchenfleisch vermischen.

Für das Dressing den Saft der Zitrone auspressen, Petersilie und Dill fein hacken. Mit Joghurt und Olivenöl mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf den Salat geben und gut durchmischen.

Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie anfangen gut zu duften. Grob hacken und die abgefallenen Häute vorsichtig wegpusten. Über dem Salat verteilen.

Reissalat mit Hähnchenbrust, Sellerie, Kräutern und Haselnüssen

Vor einem Jahr: Ofengetrocknete Tomaten mit Knoblauchöl und Rosmarin
Vor zwei Jahren: Kürbis-Linsen-Eintopf mit Rosmarin
Vor drei Jahren: Zitronen-Zucchini-Rosmarin-Kuchen im Glas
Vor vier Jahren: Flammkuchen mit Radicchio, Gorgonzola, getrockneten Tomaten und Parmaschinken

09.09.2016

Matcha-Eis [Eiscreme mit japanischem grünen Tee] & Buchtipp

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich an den Geschmack von Matcha gewöhnt habe, aber jetzt mag ich ihn dafür umso lieber - zum Trinken oder als Zutat in Kuchen und anderen süßen Sachen. Wie zum Beispiel in diesem Rezept, bei dem die leicht herbe Note des Tees eine tolle Ergänzung zum cremigen Sahneeis ist.

Matcha-Eis [Eiscreme mit japanischem grünen Tee]
Matcha-Eis [Eiscreme mit japanischem grünen Tee]

Das köstliche Rezept stammt aus dem Buch "Japan". Ich habe nur eine kleine Anpassung an der Zutatenliste vorgenommen und Zucker durch Kondensmilch ersetzt, die das Eis noch etwas cremiger macht. Aber ganz ehrlich: Eigentlich bedürfen die Rezepte im Buch keinerlei Änderungen, denn alle wirken ausgewogen, durchdacht und stimmig - japanisch eben. Der Fotograf Sylvan Müller hat die Rezepte auf einer Reise durch Japan gesammelt, bei der er sich nicht nur ausführlich mit der Esskultur, sondern auch mit Menschen, Land und Bräuchen auseinandergesetzt hat. Der Untertitel fasst es kurz zusammen: Kochreisefotobuch. Es enthält insgesamt 44 Rezepte, die sich zwischen Alltagsküche und aufwändigen Kreationen gelernter Köche bewegen. Sie sind in die Geschichten der Reisebegegnungen eingebettet, die die herrlichen Fotos auf eine angenehme Art und Weise ergänzen. Dem Matcha-Eis (oder wie es auf Japanisch heißt: Matcha Aisukurimu) geht natürlich ein Abschnitt über die Tradition des japanischen Grüntees voran, der Anbau, Verarbeitung, Geschichte, Rituale und die einzelnen Sorten genauer erläutert. Bilder der Teeplantagen und -zeremonie rufen unweigerlich Fernweh hervor - genau wie die anderen der insgesamt 313 Farbfotos, von denen der Großteil nicht nur die vorgestellten Gerichte zeigt, sondern auch das Leben, das sich um sie herum abspielt. Und das ist genau richtig so, denn die Mischung aus Bildband und Kochbuch ist in diesem Fall perfekt gelungen. "Japan" wurde mir vom AT Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Matcha-Eis [Eiscreme mit japanischem grünen Tee]

Zutaten

2-3 EL Matcha
100 ml Wasser
250 ml Milch
200 ml Sahne
200 g Kondensmilch
4 Eigelbe

Zubereitung

Das Wasser aufkochen und danach für ein paar Minuten abkühlen lassen. Den Matcha mit einem kleinen Schluck heißem Wasser aufgießen und mit einem Schneebesen verrühren, bis eine glatte Paste entstanden ist. Das restliche Wasser dazugießen und verrühren. Mit der Milch, Sahne, Kondensmilch und den Eigelben in einen Topf geben. Die Mischung nun vorsichtig bei mittlerer Temperatur erhitzen. Dabei immer wieder mit dem Schneebesen aufschlagen und sofort vom Herd nehmen, sobald die Masse etwas eindickt. Die Eier dürfen nicht stocken und die Eismasse sollte am Schluss die Konsistenz von nicht allzu fester Vanillesauce haben. Für mehrere Stunden lang oder über Nacht im Kühlschrank abkühlen lassen.

Das Eis entsprechend der Anleitung in der Eismaschine zubereiten und anschließend in einen Aufbewahrungsbehälter füllen. Vor dem Servieren noch zwei Stunden im Tiefkühlfach anfrieren lassen.

Ist das Eis nach längerer Zeit im Tiefkühlfach zu hart, um es zu portionieren, kann man es vor dem Servieren etwa 15 Minuten lang bei Zimmertemperatur antauen lassen.

Matcha-Eis [Eiscreme mit japanischem grünen Tee]

Vor einem Jahr: Feigen-Crumble mit Walnuss-Zimt-Streuseln
Vor zwei Jahren: Knuspriges Wurzelbrot
Vor drei Jahren: Pulled Pork Sandwich
Vor vier Jahren: Pasta con zucca
Impressum/Datenschutz