16.10.2017

Rotkohlsalat mit Mandarinen-Dressing und karamellisierten Petersilienwurzeln & Buchtipp

Bei diesem herbstlich-winterlichen Salat kommen viele verschiedene Zutaten und Gewürze zum Einsatz, die sich hervorragend ergänzen. Der Rotkohl wird mit einem Dressing aus Mandarine, Granatapfelsirup und einem Hauch Vanille angemacht und zusammen mit karamellisierten Petersilienwurzeln serviert, die mit frischem Ingwer gewürzt sind. Eine leckere und besondere Geschmackskombination!

Rotkohlsalat mit Mandarinen-Dressing und karamellisierten Petersilienwurzeln
Rotkohlsalat mit Mandarinen-Dressing und karamellisierten Petersilienwurzeln

Das Rezept kommt, leicht abgewandelt, aus dem schönen Kochbuch "Die Grüne Stadtküche" von Claudia Hirschberger und Arne Schmidt. Die beiden betreiben den nicht minder schönen Blog "Food with a View", der einen ersten Vorgeschmack auf das Buch gibt: Saisonale vegane und vegetarische Rezepte (im Buch sind die Rezepte mit einer Ausnahme ausschließlich vegan), ästhetische Fotos und Eindrücke von Ausflügen ins Grüne in und um Berlin. Bewusster Konsum, saisonale Produkte, Erzeugnisse aus der Region und ausgiebiger Genuss sind die Dinge, die hier im Fokus stehen. Der Slow Food Gedanke spiegelt sich sogar im Aufbau des Buchs, das immer etwas Zeit zum Blättern und Stöbern zwischen den einzelnen Rezepten lässt. Von letzteren gibt es über 50, die nach Jahreszeiten gegliedert sind und obwohl Saisonalität eine wichtige Rolle spielt, sind kleine Änderungen erlaubt: Man benutzt einfach die Zutaten, die gerade verfügbar find. Wie man beim Rotkohlsalat schon sieht, sind die Zutatenlisten eher lang, Gerichte setzen sich oft aus mehreren Komponenten zusammen und entsprechend müssen auch die Zubereitungsschritte koordiniert werden. Als Belohnung winkt dafür eine ausgewogene, geschmacklich beeindruckende Mahlzeit, für die sich der Aufwand lohnt. Da wären zum Beispiel Kartoffelpuffer-Waffeln mit Wildkräutersalat und Hopfentrieben, eine Terrine aus gegrillten Auberginen mit Mirabellen-Rohkostkonfitüre und Blätterteigstangen oder Mohn-Haselnuss-Pancakes mit gegrillten Rosmarin-Birnen und Schlehensirup. Dazu kommen etwa 30 weitere Rezepte für die im Buch verwendeten Grundrezepte wie die verschiedenen Teige, fermentiertes Gemüse oder Gewürzmischungen. "Die Grüne Stadtküche" ist angenehm zu lesen und anzuschauen, beinhaltet viele geschmackliche Neuentdeckungen und stammt dazu auch noch aus der Feder äußerst sympathischer Autoren. Mir gefällts!

Rotkohlsalat mit Mandarinen-Dressing und karamellisierten Petersilienwurzeln

Zutaten

Für den Salat:
1/2 Rotkohl (ca. 500 g)
8 getrocknete Aprikosen
2 EL (schwarzer) Sesam

Für die Petersilienwurzeln:
6-8 kleine Petersilienwurzeln
2 EL Zucker
1 EL frisch geriebener Ingwer
Pfeffer, Salz

Für das Dressing:
1 Mandarine
2 EL Olivenöl
2 EL Granatapfelsirup
1 Messerspitze Cayennepfeffer
1 Messerspitze gemahlene Vanille
Pfeffer, Salz

Zubereitung

Den Strunk vom Rotkohl entfernen und den Rest in sehr feine Streifen schneiden oder hobeln. Die getrockneten Aprikosen in Stücke schneiden und die Sesamsamen ohne Fett bei mittlerer Temperatur in einer Pfanne anrösten, bis sie anfangen zu knacken und gut zu duften. Beides zum Rotkohl geben.

Für das Dressing den Saft der Mandarine auspressen und mit dem Olivenöl, Granatapfelsirup, Cayennepfeffer sowie der Vanille in ein kleines Einmachglas geben. Den Deckel gut verschließen und schütteln, bis die Zutaten sich verbunden haben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und über den Rotkohl gießen. Alles gut vermischen und ziehen lassen, während die Petersilienwurzeln vorbereitet werden. (Man kann den Salat auch gut vorbereiten sogar mehrere Stunden bis zum Servieren im Kühlschrank ziehen lassen. Er schmeckt dann fast noch besser.)

Die Petersilienwurzeln schälen, je nach Größe auch noch der Länge nach halbieren. Den Zucker in eine Pfanne und erhitzen, bis er karamellisiert ist. Sobald das passiert ist, den Ingwer unterrühren und die Petersilienwurzeln dazugeben. Ein paar Minuten weiterdünsten und dabei regelmäßig wenden, bis sie von allen Seiten glasiert sind. Pfeffern und salzen. Zum Servieren auf den Salat geben. Sie schmecken sowohl kalt (sehr gut) als auch warm (noch besser).

Rotkohlsalat mit Mandarinen-Dressing und karamellisierten Petersilienwurzeln

Vor einem Jahr: Japanisches Curry mit Udon-Nudeln und pochiertem Ei
Vor zwei Jahren: Pasta mit geröstetem Blumenkohl und Pinienkernen
Vor drei Jahren: Birnen-Ingwer-Crumble mit Zimt-Streuseln
Vor vier Jahren: Risotto mit Radicchio, Rotwein und Schinkenwürfeln
Vor fünf Jahren: Möhrenkuchen ohne Mehl mit Quark-Zitronen-Frosting
Vor sechs Jahren: Vollkornwaffeln mit Mohn und Zitrone
Rotkohlsalat mit Mandarinen-Dressing und karamellisierten Petersilienwurzeln

08.10.2017

Tarte Tatin mit gesalzenem Karamell und Lavendel

Tarte Tatin ist ein französischer Klassiker, bei der Äpfel unter einer knusprigen Teigdecke während des Backens karamellisieren. Diese Version ist mit Lavendel aromatisiert, der zart nach Spätsommer und Urlaub schmeckt. Andere Kräuter, zum Beispiel Rosmarin, Thymian oder ein paar Salbeiblätter, ergänzen die Tarte aber auch sehr gut. Für die Zubereitung eignet sich am besten eine ofenfeste Pfanne, weil man alle Arbeitsschritte darin erledigen kann.

Tarte Tatin mit gesalzenem Karamell und Lavendel
Tarte Tatin mit gesalzenem Karamell und Lavendel

Zutaten für eine 24 cm Pfanne

Für den Teig:
180 g Mehl
30 g Zucker
90 g Butter
1/4 TL Salz
kaltes Wasser

Für die Füllung:
4-5 mittelgroße Äpfel (z. B. Cox Orange)
50 g Zucker
30 g Butter
1/4 TL Salz
8 Lavendelblüten

Zubereitung

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Äpfel achteln und entkernen. Die Butter in einer Pfanne schmelzen und darin verteilen. Die Pfanne von der Herdplatte nehmen und den Zucker sowie das Salz auf die geschmolzene Butter streuen. Anschließend die Lavendelblüten und die Apfelspalten hineinlegen, letztere sollten möglichst dicht beieinander liegen. Die Pfanne zurück auf die Herdplatte stellen, einen Deckel darauflegen und die Äpfel für zehn Minuten bei mittlerer Temperatur köcheln lassen. Dann Deckel abnehmen und alles für weitere zehn Minuten köcheln lassen, bis das Karamell dickflüssig und hellbraun ist.

In der Zwischen den Teig vorbereiten. Dafür zunächst alle Zutaten bis auf das Wasser schnell miteinander verreiben, bis daraus viele kleine Krümel geworden sind. Esslöffelweise kaltes Wasser dazugeben, bis die Krümel sich zu einem zusammenhängenden Teig verarbeiten lassen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen. Anschließend vorsichtig auf die Äpfel in der Pfanne legen und den Rand nach unten drücken. Mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit die Luft beim Backen entweichen kann. Für 25 bis 30 Minuten backen, bis der Teig eine goldbraune Farbe angenommen hat.

Die Tarte Tatin sollte direkt nach dem Backen gestürzt werden, da das Karamell sonst aushärtet und samt Äpfeln in der Pfanne festklebt. Ich benutze dafür am liebsten ein Schneidebrett aus Holz, das ich auf die Pfanne lege, mit einer Hand fixiere und dann schwungvoll zusammen mit der Pfanne umdrehe.

Tarte Tatin mit gesalzenem Karamell und Lavendel

Vor einem Jahr: Graham Cracker
Vor zwei Jahren: Salat mit gerösteten Feigen und Tomaten, Walnüssen und Mozzarella
Vor drei Jahren: Chinesisches Huhn mit Ingwer, Knoblauch und Chili
Vor vier Jahren: Kürbisquiche mit Ziegenkäse und Thymian
Vor fünf Jahren: Suppe mit gerösteter Paprika, Linsen, Mascarpone und Pinienkernen
Tarte Tatin mit gesalzenem Karamell und Lavendel

30.09.2017

Pilaw mit Kürbis, Erbsen und frischer Minze aus den Springlane Kupfertöpfen Claire*

Pilaw ist ein traditionelles persisches Reisgericht, von dem unzählige Varianten in verschiedenen Länderküchen auf der ganzen Welt zu finden sind. Dabei wird Reis zusammen mit Gewürzen, Gemüse, getrockneten Früchten, Fisch und/oder Fleisch in einem Topf gekocht, sodass die verschiedenen Zutaten und Aromen sich zu einer leckeren Gesamtkomposition verbinden. In diesem Rezept werden Kürbis und Erbsen mit vielen Gewürzen kombiniert und zum Schluss mit frischer Minze abgerundet.

Pilaw mit Hokkaido-Kürbis, Erbsen und frischer Minze
Pilaw mit Hokkaido-Kürbis, Erbsen und frischer Minze

Und womit könnte man einen neuen Topf besser testen, als mit einem Gericht, für dessen Zubereitung man nichts weiter als ebendiesen braucht? Die perfekte Gelegenheit für den ersten Einsatz meines neuen Topfsets Claire* von Springlane*. Es besteht aus vier Töpfe mit einem bis fünf Litern Fassungsvermögen und man sieht schon auf den ersten Blick, was die Töpfe besonders macht: Die Kupferbeschichtung. Sie sieht nicht nur schön aus, sondern leitet Wärme besonders gut und speichert sie länger. Unter dem Kupfer verbergen sich außerdem ein Aluminiumkern, der die Hitze gleichmäßig verteilt, und Edelstahl, das unempfindlich und robust ist. Das 3-Schicht-Material hat den Vorteil, dass es auf allen Herdarten funktioniert, inklusive Induktion. Das ist bei Töpfen aus reinem Kupfer nicht der Fall, da sie keinen magnetischen Boden haben. Beim Kochen haben sich die Töpfe bewährt, auch wenn ich schon gleich zu Anfang feststellen musste: Schneller als in meinen alten Töpfen kocht Wasser damit auch nicht. Dafür machen sich die angepriesene Wärmeleitfähigkeit, -speicherung und -verteilung sehr wohl bemerkbar. Wenn man die Herdplatte aufdreht, wird nicht nur der Topfboden heiß und gibt die Wärme nach oben ab, die Topfwände sind bis zum oberen Rand beinahe ebenso warm. Dadurch wird das Gericht von allen Seiten gleichmäßiger gegart und warmgehalten, was vor allem bei Gerichten wie diesem Pilaw oder auch Schmorgerichten von Vorteil ist. Die Griffe und Deckel sind natürlich davon ausgenommen, die kann man auch nach längerer Kochdauer problemlos anfassen. Ein nettes Extra ist übrigens die Literskala, die in jedem der Töpfe zu finden ist: Einerseits durchaus von praktischem Nutzen, andererseits befriedigt sie schlicht meine Neugier und lässt mich regelmäßig ob der gekochten (und gegessenen) Mengen staunen.

Bis zum 13. Oktober 2017 habt ihr die Gelegenheit, das Topfset mit 20 Euro Rabatt zu kaufen. Dafür einfach den Gutscheincode BERLINERCLAIRE benutzen, der nur für Claire* gültig ist.

Pilaw mit Hokkaido-Kürbis, Erbsen und frischer Minze

Zutaten für zwei Portionen

120 g Basmatireis
300 ml Wasser (oder Brühe)
200 g Erbsen (frisch oder tiefgekühlt)
1/2 kleiner Hokkaidokürbis
1 Zwiebel
1 Lorbeerblatt
2 Kardamomkapseln
2 Pimentkörner
2 Nelken
1/2 Zimtstange
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 EL Ghee oder Butterschmalz
1 Hand voll frische Minze
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Zunächst die Zwiebel halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Den Kürbis grob raspeln. Das Ghee bei mittlerer Hitze im Topf schmelzen und die Gewürze dazugeben. Lorbeer, Kardamom, Piment, Nelken, Zimt und Kreuzkümmel anrösten, bis sie leise knacken und angenehm duften. Dann die Zwiebelstücke dazugeben und für etwa zehn Minuten mitbraten, bis sie goldbraun sind. Reis, Erbsen und den geraspelten Kürbis dazugeben, alles etwas salzen und pfeffern. Mit Wasser aufgießen und kurz aufkochen lassen. Danach die Hitze reduzieren und bei schwacher Temperatur mit geschlossenem Deckel für etwa 15 Minuten ziehen lassen, bis Reis und Gemüse gar sind. Umrühren und zum Servieren mit frischer Minze bestreuen. Nach Geschmack noch etwas Joghurt dazu reichen.

Pilaw mit Hokkaido-Kürbis, Erbsen und frischer Minze

*Sponsored Post. Das Topfset "Claire" wurde mir von Springlane zur Verfügung gestellt.

Vor einem Jahr: Reissalat mit Hähnchenbrust, Sellerie, Kräutern und Haselnüssen
Vor zwei Jahren: No knead Frühstücksbrötchen
Vor drei Jahren: Pizza bianca mit Mascarpone, Pesto und Pinienkernen
Vor vier Jahren: Grüne Bohnen in Tomatensauce
Vor fünf Jahren: Zwiebelkuchen mit Kümmel und Schinkenwürfeln

Pilaw mit Hokkaido-Kürbis, Erbsen und frischer Minze

21.09.2017

Chinesische Nudeln mit Hackfleisch und Chiliöl [Dan Dan Mian] & Buchtipp

Eine scharfe Sauce mit viel Chiliöl, Sojasauce und Sesampaste und darauf ein kleiner Berg Nudeln, der mit würzigem Schweinehackfleisch und frischen Frühlingszwiebeln bedeckt wird. Zusammen ergibt das Dan Dan Mian: Ein Gericht, bei dem jede Komponente für sich schon gut schmeckt, aber in Kombination einfach unschlagbar ist.

Chinesische Nudeln mit Hackfleisch und Chiliöl [Dan Dan Mian] & Buchtipp
Chinesische Nudeln mit Hackfleisch und Chiliöl [Dan Dan Mian] & Buchtipp

Dan Dan Mian ist ein traditionelles chinesisches Gericht, das ursprünglich aus Sichuan kommt - und wie bei so vielen Klassikern gibt es unzählige Varianten für seine Zubereitung. Deshalb habe ich mir auch erlaubt, das Rezept aus "China - Das Kochbuch" etwas abzuwandeln und mich an die Version eines meiner liebsten Restaurants mit Sichuanküche heranzutasten. Eine Zutat sollte aber immer vertreten sein: Sui Mi Ya Cai. Ich habe die eingelegten braunen Senfblätter in einem gut sortierten Asialaden gefunden und sie verleihen dem Gericht sein charakteristisches Aroma. Ungewöhnliche Zutaten sind bei den Rezepten im Buch keine Ausnahme und wer die Phaidon-Reihe zu den verschiedenen Länderküchen kennt, weiß, dass Authentizität an erster Stelle steht. Die Nachkochbarkeit kommt erst danach, was aber nur bei wenigen Rezepten zu Schwierigkeiten führen sollte. Um trotzdem ein paar Beispiele zu nennen: Fat Choy, Fuzzy Gourd oder Hasma gehören hier schon eher zu den sehr exotischen Zutaten. Aber nachdem ich mich mit den Werken zu Peru, Thailand und dem Libanon schon an den Stil der Serie gewöhnen konnte, gefällt er mir mittlerweile richtig gut. Etwas schade: Die chinesischen Namen der Gerichte sind in Schriftzeichen angegeben, sodass man kaum nach einem konkteten Rezept suchen kann. Und manche Basics wie das hier verwendete Chiliöl (genauso unerlässlich für Dan Dan Mian wie Sui Mi Ya Cai!) tauchen leider auch nur ohne Rezept im Glossar auf. Aber das kann man angesichts der Menge anderer Rezepte, der für meinen Geschmack absolut gelungenen Zusammenstellung und der schönen Fotos sehr gut verschmerzen. Für eine Reise quer durch die chinesischen Küchen, in denen je nach Region oder Provinz völlig andere Aromen, Zutaten und Zubereitungsformen bevorzugt werden, ist das Buch beinahe unerlässlich. "China - Das Kochbuch" wurde mir als Rezensionsexemplar von Edel Books zur Verfügung gestellt.

Chinesische Nudeln mit Hackfleisch und Chiliöl [Dan Dan Mian] & Buchtipp

Zutaten für zwei Portionen

150 g chinesische Weizennudeln
200 g Schweinehackfleisch
2 EL Sui Mi Ya Cai (eingelegter brauner Senf)
1 EL Sojasauce
4 Frühlingszwiebeln
Sesamöl

Für die Sauce:
200 ml Hühnerbrühe
2-3 EL Chiliöl
2 EL Sojasauce
2 EL Sesampaste (Tahini)
1 EL Reisessig
1 TL Zucker
1 Knoblauchzehe

Zubereitung

Damit alle Komponenten gleichzeitig fertig sind und das Gericht noch heiß gegessen werden kann, sollten alle Zutaten bereitliegen.

Dann zunächst die Saucenbasis vorbereiten. Dafür Chiliöl, Sojasauce, Tahini, Reisessig und Zucker verrühren. Die Knoblauchzehe pressen und dazugeben. Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.

Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und in der Zwischenzeit das Hackfleisch vorbereiten. Dafür das Hackfleisch mit dem Sui Mi Ya Cai und der Sojasauce vermischen. Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und das Hackfleisch darin anbraten, bis es krümelig wird.

Die Saucenbasis auf zwei Schüsseln verteilen und mit der heißen Hühnerbrühe aufgießen. Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen und jeweils eine Portion in eine Schüssel geben. Das Hackfleisch darauf verteilen und die Frühlingszwiebeln daraufstreuen. Vor dem Essen alles gut miteinander vermischen.

Chinesische Nudeln mit Hackfleisch und Chiliöl [Dan Dan Mian] & Buchtipp

Vor einem Jahr: Reissalat mit Hähnchenbrust, Sellerie, Kräutern und Haselnüssen
Vor zwei Jahren: Tarte mit getrockneten Tomaten und Ziegenkäse
Vor drei Jahren: Risotto de Idiazábal
Vor vier Jahren: Focaccia mit Ziegenkäse, Feigen und Rosmarin
Vor fünf Jahren: Topinambursuppe mit Weißwein und Schnittlauch
Chinesische Nudeln mit Hackfleisch und Chiliöl [Dan Dan Mian] & Buchtipp

14.09.2017

Chinesisches Chiliöl mit Szechuanpfeffer, Sternanis und Zimt

Für aromatisiertes Öl kann ich mich nur selten begeistern, aber es gibt natürlich Ausnahmefälle. Und dieses Chiliöl gehört definitiv dazu. Das langsame Rösten der Gewürze macht es unglaublich aromatisch und mit der richtigen Wahl der Chiliflocken (am besten aus China, noch besser aus Sichuan) ist es auch gar nicht so scharf, wie es aussieht. Es schmeckt vielmehr angenehm würzig und passt deshalb zu vielen Gerichten. Die müssen gar nicht zwingend chinesisch sein, mit dem Chiliöl kann man auch Fisch marinieren, eine Suppe abschmecken oder sogar einen Salat etwas nachschärfen. Die Idee für das Chiliöl kommt von The Woks of Life.

Chinesisches Chiliöl mit Szechuanpfeffer, Sternanis und Zimt
Chinesisches Chiliöl mit Szechuanpfeffer, Sternanis und Zimt

Zutaten

200 ml Pflanzenöl (z. B. Rapsöl oder Erdnussöl)
50 g chinesische Chiliflocken
3 EL Szechuanpfeffer
5 Sternanis
2 Lorbeerblätter
1 Zimtstange

Zubereitung

Szechuanpfeffer, Sternanis, Lorbeer und Zimt in einen kleinen Topf geben und das Öl dazugießen. Erhitzen, bis es um die Gewürze herum anfängt zu blubbern. Bei schwacher bis mittlerer Hitze für 30 Minuten ziehen lassen. Die Gewürze färben sich durch das Rösten etwas dunkler, sollten aber auf keinen Fall anbrennen. Deshalb zwischendurch immer wieder prüfen und ggf. die Temperatur anpassen.

Die Chiliflocken in ein hitzebeständiges Einmachglas füllen. Den Topf vom Herd nehmen und das Öl sofort durch ein Sieb auf die Chiliflocken gießen. Dabei sehr vorsichtig sein, durch die Hitze fangen die Chiliflocken nämlich sofort an zu brutzeln! Das Chiliöl ist danach fertig und mehrere Monate haltbar.

Chinesisches Chiliöl mit Szechuanpfeffer, Sternanis und Zimt

Vor einem Jahr: Reissalat mit Hähnchenbrust, Sellerie, Kräutern und Haselnüssen
Vor zwei Jahren: Ofengetrocknete Tomaten mit Knoblauchöl und Rosmarin
Vor drei Jahren: Kürbis-Linsen-Eintopf mit Rosmarin
Vor vier Jahren: Zitronen-Zucchini-Rosmarin-Kuchen
Vor fünf Jahren: Flammkuchen mit Radicchio, Gorgonzola, getrockneten Tomaten und Parmaschinken
Chinesisches Chiliöl mit Szechuanpfeffer, Sternanis und Zimt

10.09.2017

Risotto mit geschmorten Tomaten und Basilikum

Tomaten und Basilikum sind immer eine gelungene Kombination, das ist auch bei diesem Risotto nicht anders. Die Tomaten werden vorab in Butter geschmort und entfalten dadurch ihr volles Aroma - ganz besonders im Spätsommer schmecken sie so intensiv und süß, dass sie nicht nur dieses Gericht auf ein ganz neues Level heben.

Risotto mit geschmorten Tomaten und Basilikum
Risotto mit geschmorten Tomaten und Basilikum

Zutaten für zwei Portionen

500 g Kirschtomaten
150 g Risottoreis
ca. 500 ml Brühe
100 ml Weißwein
1 Stange Sellerie
1 Zwiebel
2 EL Butter
1 Bund frisches Basilikum
50 g Parmesan
Olivenöl, Pfeffer

Zubereitung

Die Zwiebel und die Selleriestange in feine Würfel schneiden. Einen Schuss Olivenöl in einen Topf geben und beides darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Reis und Weißwein dazugeben. Umrühren und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit größtenteils eingekocht ist. Dann die Brühe kellenweise zum Risotto geben und jeweils einkochen lassen. Dabei immer wieder umrühren.

In der Zwischenzeit die Kirschtomaten halbieren. Die Butter in einer Pfanne schmelzen lassen und die Tomaten darin für etwa fünf Minuten andünsten, bis sie etwas auseinanderfallen. Leicht mit einem Kochlöffel andrücken, damit der Saft austritt. Das Basilikum hacken und den Parmesan reiben. Wenn der Reis gar ist und das Risotto eine cremige Konsistenz angenommen hat, den Topf von der Herdplatte nehmen und die Hälfte der Tomaten, das Basilikum und den Parmesan unterrühren. Mit etwas Pfeffer abschmecken und zum Servieren die restlichen Tomaten darauf verteilen.

Risotto mit geschmorten Tomaten und Basilikum

Vor einem Jahr: Matcha-Eis
Vor zwei Jahren: Salat mit gerösteten Feigen und Tomaten, Walnüssen und Mozzarella
Vor drei Jahren: Confiture d'oignons
Vor vier Jahren: Pulled Pork Sandwich
Vor fünf Jahren: Pasta con zucca
Risotto mit geschmorten Tomaten und Basilikum

01.09.2017

Gebackener Lachs mit Honig-Senf-Marinade und grünen Bohnen

Ein denkbar unkompliziertes Rezept, bei dem zarter Lachs auf einem Bett frischer grüner Bohnen gebacken wird. Der Lachs wird mit einer schlichten Marinade aus Honig und Senf bestrichen, für die Bohnen reicht etwas gutes Olivenöl. Im Ofen entfalten sich dann die leckeren Aromen, die daraus ein rundum gelungenes Gericht machen.

Gebackener Lachs mit Honig-Senf-Marinade und grünen Bohnen
Gebackener Lachs mit Honig-Senf-Marinade und grünen Bohnen

Zutaten

1 Lachsfilet (ca. 300 g)
1 EL Honig
1 EL grober Senf
1 EL Olivenöl
Pfeffer, Salz

Außerdem:
400 g grüne Bohnen
Olivenöl
Salz

Zubereitung

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Die Bohnen für zwei Minuten in kochendem Wasser blanchieren und dann kalt abschrecken. (Nach zwei Minuten sind die Bohnen später noch bissfest - wer sie lieber weicher mag, kann sie noch zwei Minuten länger blanchieren). In eine Auflaufform geben, etwas salzen und mit Olivenöl beträufeln.

Für die Marinade Honig, Senf und Olivenöl miteinander verrühren und mit Pfeffer und Salz würzen. Das Lachsfilet auf die Bohnen legen und mit der Marinade bestreichen. Anschließend für 20 Minuten im Ofen backen.

Gebackener Lachs mit Honig-Senf-Marinade und grünen Bohnen

Vor einem Jahr: Salat mit grünen Bohnen, Zuckerschoten, Edamame und Sesam
Vor zwei Jahren: Chicago-style Pizza mit vegetarischer Füllung
Vor drei Jahren: Minestrone mit viel Gemüse
Vor vier Jahren: Hefekuchen mit Brombeeren und Zimt
Vor fünf Jahren: Chicken Corn Chowder
Gebackener Lachs mit Honig-Senf-Marinade und grünen Bohnen

26.08.2017

Japanischer Reiseintopf mit Schnittknoblauch und Ei [Zosui] & Buchtipp

Ein wenig Reis in sehr viel Wasser gekocht - klingt erstmal nicht so verlockend, aber dieser japanische Reiseintopf schmeckt wirklich überraschend gut! Dafür sorgen einerseits geschmacksintensive Zutaten wie Dashi, Sojasauce und Sake, aber auch die Konsistenz überzeugt. Vergleichen lässt sie sich wohl am ehesten mit einem Porridge aus Reis, das dank der Eier sogar noch etwas cremiger wird.

Japanischer Reiseintopf mit Schnittknoblauch und Ei [Okayu]
Japanischer Reiseintopf mit Schnittknoblauch und Ei [Okayu]

Zosui ist in Japan das Pendant zu unserer Hühnersuppe, ein wärmendes und stärkendes Erkältungsessen. Aber natürlich nicht nur dann: Es eignet sich auch bestens, um Reste von gekochtem Reis, Suppe oder Gemüse zu verwerten und ist daher ein fester Bestandteil der Alltagsküche. In Kimiko Barbers Buch "Washoku" finden sich noch mehr solcher Rezepte, die hier hinter Sushi und Ramen immer noch ein Schattendasein fristen. Dabei hat die japanische Küche so viel mehr zu bieten! Die starke saisonale Ausrichtung nach Jahreszeiten, die verschiedenen Klimazonen und natürlich auch die Einflüsse anderer asiatischer Länder haben eine unglaublich vielfältige Esskultur hervorgebracht. Sie baut auf dem Grundprinzip auf, dass die verwendeten Zutaten immer die bestmögliche Qualität haben sollten, weshalb auch die einfachen Gerichte so gut schmecken. Die Rezepte gliedern sich in Vorspeisen; Suppen, Sashimi und Salate; kleine Gerichte; Hauptgerichte; Beilagen und Desserts. Zu jedem Gericht gibt es eine kurze Einleitung, Grundtechniken und Rezeptkategorien werden außerdem noch einmal gesondert erklärt. Zum Beispiel, wie man eine Dashi-Brühe kocht (auch wenn ich in diesem Rezept zugegebenermaßen auf Instant-Dashi setze), wie und wann die verschiedenen Essigmischungen verwendet werden und natürlich auch, wie man Sushi am besten zubereitet. Zusätzlich lernt man, neben Zosui, noch einige andere unbekannte Gerichte kennen, die sehr verlockend aussehen. Etwa Shiro Aegoromo, ein cremiges Salatdressing aus Seidentofu, Niku-Jaga, das die japanische Interpretation eines britischen Beef Stew ist oder Furofuki-Daikon, gedünsteter Rettich mit einer würzigen Misosauce. Die Rezeptauswahl ist abwechslungsreich, gelungen und meistens auch gut nachkochbar - ich werde sicher noch eine Weile brauchen, bis all die Post-its abgearbeitet sind, die ich im Buch verteilt habe. "Washoku" wurde mir vom Hädecke Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Japanischer Reiseintopf mit Schnittknoblauch und Ei [Okayu]

Zutaten für zwei Portionen

100 g japanischer Klebreis
800 ml Dashi
2 EL Sojasauce
2 EL Sake
1 Bund Schnittknoblauch
2 Eier

Zubereitung

Reis, Dashi, Sojasauce, Sake für 45 Minuten köcheln lassen. Geschnittenen Schnittknoblauch dazugeben, weitere 15 Minuten köcheln. Die Eier verquirlen. Den Eintopf so heiß wie möglich auf zwei Schalen verteilen und sofort jeweils ein verquirltes Ei daraufgießen. Schalen jeweils mit einem Teller abdecken und kurz ziehen lassen, bis die Eier anfangen zu stocken. Essen, solange die Eier noch cremig sind.

Japanischer Reiseintopf mit Schnittknoblauch und Ei [Okayu]

Vor einem Jahr: Salat mit grünen Bohnen, Zuckerschoten, Edamame und Sesam
Vor zwei Jahren: Kichererbsen-Edamame-Salat mit Gorgonzola und Haselnüssen
Vor drei Jahren: Orangen-Joghurt-Kuchen mit Crème fraîche-Topping
Vor vier Jahren: Pancakes mit Quark und Haferflocken
Vor fünf Jahren: Brioche au sucre
Japanischer Reiseintopf mit Schnittknoblauch und Ei [Okayu]

17.08.2017

Dunkles Schokoladensorbet

Unglaublich intensiv im Geschmack und fast schon übertrieben schokoladig: Dieses tiefdunkle Schokoladensorbet gehört zu den gelungensten Eissorten, die ich bisher zubereitet habe. Dabei überzeugt nicht nur der Geschmack, denn das Sorbet ist außerdem so cremig, dass man es ohne antauen direkt aus dem Tiefkühlfach essen kann - und ganz nebenbei ist es auch noch vegan. Den Traubenzucker kann man übrigens durch normalen Zucker ersetzen, dann ist es zwar einen Hauch weniger cremig, aber immer noch genauso lecker.

Dunkles Schokoladensorbet
Dunkles Schokoladensorbet

Zutaten

180 g Zartbitterschokolade 70%
70 g Kakao (schwach entölt)
100 g Zucker
80 g Traubenzucker
1 Vanilleschote
500 ml Wasser

Zubereitung

Die Hälfte des Wassers zusammen mit dem Zucker und Traubenzucker in einen Topf geben. Die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen; beides ebenfalls in den Topf geben. Erhitzen und umrühren, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat. Den Topf anschließend vom Herd nehmen und die Schokolade unterrühren. Zum Schluss das restliche Wasser unterrühren und die Sorbetmasse im Kühlschrank abkühlen lassen, bis sie komplett erkaltet ist.

Die Vanilleschote herausholen und die Sorbetmasse in einer Eismaschine entsprechend der Anleitung zubereiten. Das Sorbet anschließend in einen Aufbewahrungsbehälter füllen. Vor dem Servieren noch zwei Stunden im Tiefkühlfach anfrieren lassen.

Dunkles Schokoladensorbet

Vor einem Jahr: Himbeer-Mango-Vanille-Konfitüre
Vor zwei Jahren: Zucchinicremesuppe mit Ziegenfrischkäse
Vor drei Jahren: Knuspermüsli mit weißer Schokolade, Mandeln und Cranberries
Vor vier Jahren: Pasta mit Aubergine, Sultaninen und Pinienkernen
Vor fünf Jahren: Caponata
Dunkles Schokoladensorbet

09.08.2017

Antipasti: Gegrillte Zucchini mit Zitrone und Basilikum

Wenn man Zucchini grillt, passieren gleich zwei Dinge: Sie entwickeln einen milden, beinahe süßen Geschmack und bekommen durch die Hitze außerdem ein köstliches Röstaroma. Eine perfekte Kombination, die warm oder kalt schmeckt. Mehr als den Saft einer karamellisierten Zitrone, frisches Basilikum, Olivenöl und etwas Salz braucht man dazu nicht.

Antipasti: Gegrillte Zucchini mit Zitrone und Basilikum
Antipasti: Gegrillte Zucchini mit Zitrone und Basilikum

Zutaten

2 mittelgroße Zucchini
1 Zitrone
1 Hand voll frischer Basilikum
Grobes Meersalz
Olivenöl

Zubereitung

Die Zucchini der Länge nach in 2 bis 3 Millimeter dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Einen Schuss Olivenöl darauf geben und gut verteilen - das geht am besten mit den Händen. Die Zitrone in dicke Scheiben schneiden. Die Zucchini- und Zitronenscheiben jeweils von beiden Seiten auf dem heißen Grill rösten. Ohne Grill geht es notfalls auch: Dann einfach im Ofen backen, bis sie leicht gebräunt sind. Die Zucchini anschließend mit dem Saft der gerösteten Zitrone beträufeln und noch einen Schuss Olivenöl darauf geben. Gut vermischen, mit Salz abschmecken und zum Servieren mit den Basilikumblättern bestreuen.

Antipasti: Gegrillte Zucchini mit Zitrone und Basilikum

Vor einem Jahr: Kirsch-Kokos-Eis
Vor zwei Jahren: Artischockenherzen mit Feta, Knoblauch und Thymian
Vor drei Jahren: Cashewkerne mit Harissa und Ahornsirup
Vor vier Jahren: Zwiebel-Tarte-Tatin mit Rosmarin und Gruyère
Vor fünf Jahren: Clafoutis mit Brombeeren, Himbeeren und Ahornsirup
Antipasti: Gegrillte Zucchini mit Zitrone und Basilikum
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