13.01.2020

Grünes Shakshuka mit Grünkohl, Mangold, Erbsen, Feta und Dill

Shakshuka, ein Gericht aus der israelischen und nordafrikanischen Küche, besteht eigentlich aus einer einer würzigen Tomatensauce, in der Eier pochiert werden. In dieser Version besteht die Basis nicht aus Tomaten, sondern aus verschiedenen grünen Gemüsesorten: Grünkohl, Mangold, Erbsen und Lauch. Darin werden die Eier gegart, für mich am liebsten mit einem flüssigen Eigelb. Koriander- und Kreuzkümmelsamen und Thymian sorgen für eine angenehme Würze, Feta und frischer Dill runden den Geschmack ab.




Zutaten

200 g Grünkohl
1 Bund Mangold
100 g Erbsen (tiefgekühlt)
1 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
2 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL getrockneter Thymian
ca. 400 ml Wasser
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Außerdem:
4 Eier
100 g Feta
1 Bund frischer Dill
1 TL Sumach

Zubereitung

Zunächst alle Zutaten vorbereiten: Die dicken Strünke vom Grünkohl entfernen und den Rest in Streifen schneiden. Die Mangoldblätter ebenfalls in Streifen, die Strünke in kleine Stücke schneiden. Den Lauch in Scheiben schneiden und die Knoblauchzehen fein hacken. Koriander- und Kreuzkümmelsamen im Mörser grob mahlen. Dann einen guten Schuss Olivenöl in eine Pfanne geben (am besten in eine mit passendem Deckel). Lauch, Knoblauch, die gemörserten Koriander- und Kreuzkümmelsamen sowie den Thymian dazugeben und bei mittlerer Hitze ein paar Minuten andünsten. Anschließend Grünkohl, Mangold und Erbsen dazugeben. Mit dem Wasser aufgießen, etwas salzen und pfeffern und kurz aufkochen lassen. Dann bei mittlerer Hitze für etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse sehr weich ist ist.

Mit einem Löffel vier Vertiefungen in das Gemüse drücken und jeweils ein Ei hineinschlagen. Mit geschlossenem Deckel für 6 bis 10 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Eiweiß gestockt und das Eigelb ganz nach Geschmack gegart ist. Den Feta daraufbröseln, den Dill von den Stengeln zupfen und darüber verteilen und alles mit etwas Sumach würzen.



Vor einem Jahr: Zwiebel-Bacon-Konfitüre und 3x Flammkuchen
Vor zwei Jahren: Sauerteig-Zimtschnecken mit Äpfeln und Kardamom
Vor drei Jahren: English Muffins
Vor vier Jahren: Auberginen mit Hackfleisch und Tomatensauce
Vor fünf Jahren: Taboulé mit Knollensellerie, Fenchel und Granatapfel
Vor sechs Jahren: Brokkoli-Haselnuss-Quiche mit Cranberries und Schinken
Vor sieben Jahren: Sauerteig & Roggenmischbrot
Vor acht Jahren: Tomaten-Zwiebel-Suppe mit Weißwein und Estragon

02.01.2020

Türkische Joghurtsuppe mit Perlgraupen, Kichererbsen und Spinat [Toyga Corbasi] & Buchtipp

Eine gute Suppe oder ein wärmender Eintopf, das ist für mich echtes Wohlfühlessen. Toyga Corbasi ist eine türkische Joghurtsuppe, die auch in diese Kategorie fällt. Sie ist cremig, köstlich und zu den Zutaten gehören neben Joghurt auch noch Perlgraupen, Kichererbsen, Spinat, Knoblauch und Thymian. Der Geschmack wird mit etwas Minzbutter und einer Prise Chiliflocken abgerundet.




Das Rezept für diese Suppe hat Caroline Eden aus der türkischen Stadt Amasya mitgebracht und in ihrem Reise- und Kochbuch "Schwarzes Meer" festgehalten. Im Grunde handelt es sich dabei um einen Reisebericht, der mit 40 Rezepten angereichert wurde - eine "Form multisensorischer Reiseliteratur", wie sie selbst sagt. Beim Reisen lernt sie andere Kulturen auch mit Hilfe der jeweiligen Landesküche besser kennen und erfährt mehr über Land und Menschen. Genau deshalb war ich so gespannt auf das Buch: Auch ich liebe es, durch die jeweilige Küche mehr die Geschichte eines Landes, einer Region oder einer Stadt zu erfahren. Im Vorwort weist die Autorin darauf hin, dass sie keine Köchin ist und ihre Rezepte daher eher einfach als raffiniert sind. Das gefällt mir und mehr brauche ich auch gar nicht, wenn die Gerichte so lecker sind wie diese Joghurtsuppe. Bei einigen ihrer Rezepte dienen die traditionellen Gerichte nur als Inspiration, nach der sie eigene Versionen kreiert hat. Und obwohl ich gegen Eigenkreationen meistens nichts einzuwenden habe, fehlt mir hier gelegentlich eine stimmige Herleitung oder ein Bezug zum jeweiligen Reiseziel. Zugegeben: Die Zutatenliste vom "Tomatenaufstrich à la Busbahnhof" klingt aber auch ohne Bezug ziemlich lecker. Die Rezepte sind vielfältig und schön fotografiert, ebenso wie die Orte und Menschen, die Caroline Eden unterwegs besucht und getroffen hat. Das macht beim Lesen sowohl Reiselust als auch Appetit. "Schwarzes Meer" wurde mir als Rezensionsexemplar vom Prestel Verlag zur Verfügung gestellt.



Zutaten

1 Dose Kichererbsen (400 g)
100 g Perlgraupen
100 g Spinat
1 TL getrockneter Thymian
800 ml Wasser
250 g Sahnejoghurt
1 Knoblauchzehe
1 Eigelb
2 TL Speisestärke
Salz, Pfeffer

Außerdem:
30 g Butter
1 TL getrocknete Minze
Pul Biber
Salz

Zubereitung

Einen Topf mit 800 ml Wasser aufsetzen. Sobald es kocht, die abgetropften Kichererbsen, die Perlgraupen, den Spinat und den Thymian dazugeben. Etwas salzen und für etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Perlgraupen gar sind. In der Zwischenzeit die Knoblauchzehe pressen und mit dem Eigelb sowie der Speisestärke unter den Sahnejoghurt rühren. Die Suppe vom Herd nehmen und die Joghurtmischung einrühren. Zurück auf den Herd stellen und kurz aufkochen, bis die Suppe etwas eingedickt ist. Mit Pfeffer und ggf. noch etwas Salz abschmecken.

Die Suppe vom Herd nehmen und noch ein paar Minuten ziehen lassen. Währenddessen die Butter in einem kleinen Pfännchen schmelzen. Die getrocknete Minze und eine Prise Salz dazugeben und kurz in der Butter anbraten. Zum Servieren etwas von der Minzbutter und eine Prise Pul Biber auf die Suppe geben.



Vor einem Jahr: Dal Makhani mit Linsen, Bohnen, Tomaten und vielen Gewürzen
Vor zwei Jahren: Eingelegter Rotkohl mit Zwiebel, Koriandersamen, Schwarzkümmel und Pfefferbeeren
Vor drei Jahren: Coleslaw mit Rosenkohl, Cranberries, Haselnüssen und Joghurt-Dressing
Vor vier Jahren: Scharfer Gurkensalat mit Szechuanpfeffer und Chili
Vor fünf Jahren: Gaufres de Liège
Vor sechs Jahren: Dattel-Karamell-Kuchen
Vor sieben Jahren: Fleischbrühe mit Kichererbsen und Gemüse
Vor acht Jahren: Überbackener Spaghettikürbis
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